Französisch-Guyana

La Guyane

In den Jahren 1995 und 2003 besuchten wir dieses kleine, mit dichtem und nahezu unberührtem tropischem Regenwald bedeckte französische Übersee-Departement (also Europa mit dem EURO als Währung), zwischen Brasilien und Surinam gelegen.

Es ist, trotzt seiner Kleinheit, ein Land der Superlativen: Hier existiert die größte Spinne (Theraphosa blondi), der größte Käfer (Titanus giganteus), die größte Schlange (Eunectes murinus, die Anakonda), der größte Wassermarder (Pteronura brasiliensis, der Riesenotter) usw. usw.

Wohl ein jeder kennt das Land wegen des Vorhandenseins der Ariane-Abschußrampe bei Kourou an der gut erschlossenen Küstenstraße (Ariane-Space-Center) und durch den berühmten Cayenne-Pfeffer. Cayenne ist die Hauptstadt Guyanes.

Wir bereisten auf der Suche nach Tieren und Pflanzen weite Teile des Landes. Mit dem normalen PKW lässt sich die Küstenstraße, die von Cayenne bis St.-Laurent-du-Maroni führt, sehr gut befahren und immer wieder hat man die Möglichkeit, teils sogar recht tief in den Wald einzudringen, denn die Armee unterhält die wenigen wichtigen Straßen in gutem Zustand (was tropische Verhältnisse betrifft).

Ein Ausgangspunkt für unsere Exkursionen war das Dörfchen Cacao am Comté-Fluß.

Das Örtchen ist fest in asiatischer Hand (Hmongs, aus Laos eingewandert). Von Montag bis Samstag versinkt es in absoluter Lethargie, um am Sonntag dann aus allen Nähten zu platzen. Es findet ein schöner Markt mit allerhand tropischen Früchten und Handwerkskünsten statt und Erholungssuchende aus Cayenne und Kourou fallen zu Hunderten in den wenigen Herbergen ein. Es ist hier übrigens üblich, in Hängematten zu schlafen!

Ankonda-Lebensraum am Comté-Fluß. In Französisch-Guyana gibt es zu 90% unberührten Regenwald, der allerdings um die wenigen größeren Ortschaften mehr und mehr schwindet. Würde man sich mit dem Boot, der sogenannten Pirogue, weiter auf den Flußläufen ins Landesinnere bewegen, so läge das gesamte Amazonien vor einem.

Die Ebene von Kaw. Hier leben die Mohrenkaimane, Riesenotter, Wasserschweine, Anakondas usw. Für die Erforschung dieser amphibischem Landschaft ist ein Boot mit Führer absolut nötig.

Fast schon zu märchenhaft, um wahr zu sein. Angesichts der vielen Wasservorkommen in Französisch-Guyana ist ein Schutz gegen Moskitos unabdingbar. Impfungen gegen Gelbfieber und Malaria sind notwendig, teilweise auch vorgeschrieben.


Sounds zum Reinhören

Rufender Pi-ha-Vogel

Froschkonzert 1 

Froschkonzert 2

Nachtgeräusche des Regenwaldes


Weitere nützliche Informationen sind über den folgenden Link zu erhalten:

www.ifrance.com/dhoualet/index.html