Pterinochilus murinus
(Kenya)
Kokon / Egg sac

Das Männchen nähert sich der Behausung des Weibchens. Dazu vibriert er in festgelegten Intervallen mit seinem dritten Beinpaar, um das Weibchen zu besänftigen (das sich bereits aus der Höhle herausbewegt).

Einige Wochen später: Das Weibchen hat seine Behausung komplett mit weißem Seidenstoff ausgekleidet.

Von Zeit zu Zeit erweitert sie das Gesponnene am Eingangsbereich.

Der Eingang ist jetzt dicht verschlossen.

Lediglich schemenhaft kann man Beine im Innern erkennen.

Anders, als bei den meisten Arten wird der Kokon nicht "getragen", sondern in der Waagerechten "aufgehängt"!

Dann und wann verläßt das Weibchen die Höhle und den Kokon, um zu trinken.

Vor dem Schlupf des Kokons wird der Eingangsbereich der Höhle wieder etwas erweitert. Gerade auf diesen Bildern ist deutlich das stark verkleinerte Abdomen zu erkennen. Nicht nur durch die Eiablage verringert sich das Volumen des Hinterleibs, sondern auch durch das kraftraubende Bemuttern des Kokons. In dieser Zeit wird vielfach nur Flüssigkeit, nicht aber Nahrung aufgenommen.

Am 4. Februar entschied ich mich, dem sichtlich nicht sehr begeisterten Weibchen den Kokon fortzunehmen, da ich in kürze mit dessen Schlupf rechnete.

Auch dies kann vorkommen: Die Jungen sind bereits geschlüpft!!!

...und sie tummeln sich nunmehr im ganzen Terrarium! Es wird schwierig werden, sie alle herauszufangen!
(phot. Dirk Eckardt, 2001)