Attacus atlas

(phot. Internet)

Der wohl bekannteste Seidenspinner

Diesen Falter kennt wahrscheinlich jeder: Attacus atlas, der Atlasspinner mit den "Schlangenköpfen" an den Vorderflügelenden. Er gehört zu den größten Schmetterlingen der Erde und kommt in den tropischen Wäldern Südostasiens vor. Der erwachsene Falter nimmt, wegen verkümmerter Aufnahmeorgane, keine Nahrung zu sich. Er lebt von den Fettreserven, die sich die Raupe bis zur Verpuppung angefressen hat. In der Zucht kann man die Raupen gut mit Ligusterlaub ernähren.

Ich erhielt Eier direkt aus Ost-Thailand (Phu Pan Nationalpark, Sakhon Nakhon), die von durch Licht angelockten Weibchen gelegt wurden.

Übrigens: Saturniden-Eier werden üblicherweise in Plastikschläuchen verschickt, die mit Wattestopfen an den Enden verschlossen sind. Für den Versand reicht dann ein normaler Briefumschlag aus:

(phot. Dirk Eckardt)

Bereits am Abend des Eintrefftages schlüpften die Räupchen aus. Ich lasse die Eier gewöhnlich in einer sogenannten "Heimchendose" (Salatdose) auf feuchtem Küchenpapier schlüpfen:

(phot. Dirk Eckardt)

Wachsen die Raupen gut weiter, sollte man sie alsbald in ein größeres Terrarium überführen. Ich verwende die obligatorischen Plastikbecken bzw. die sog. Faunaboxen. Für die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit  habe ich den Deckel mit Folie abgedichtet und lediglich mittels Nadel einige Löcher durchgestochen. Die Ligusterzweige sind in einem wassergefüllten Filmdöschen "eingefrischt" (Dose gegen Ertrinken absichern!). Der Boden des Beckens ist mit stets frischem Küchenpapier abgedeckt.

(phot. Dirk Eckardt)

Bei guter und sachgerechter Pflege (d.h. feuchtwarme Haltung bei guter Lüftung) und Fütterung mit stets frischen Ligusterzweigen wachsen die jungen Raupen gut heran. Charakteristisch für Attacus sind die Auswüchse mit der hell bepuderten Oberfläche:

(phot. Dirk Eckardt)

Bereits nach kurzer Zeit sind die Raupen verpuppungsreif. Der goldig schimmernde Seidenkokon wird, je nach Größe der Raupen, etwa 7-8cm lang. Teilweise weben die Raupen Blätter mit ein:

(phot. Dirk Eckardt)

Bei tropischen 25°C und täglicher Beregnung der Kokons aus der Sprühflasche schlüpft der Falter bereits nach kurzer Zeit, oft schon nach 4-5 Wochen:

(phot. Dirk Eckardt)