Rothschildia aurota

(Cramer)

(phot. Internet, Kirby Wolfe)

Falter der Gattung Rothschildia gehören zu den atemberaubendsten Insekten der Erde. Eine ganze Reihe von Arten wird als Lebendmaterial (Eier, Raupen, Kokons), u.a. per Internet angeboten. Rothschildia aurota zählt zu den nicht unbedingt häufig zu erhaltenden Arten, was diesen Seidenspinner für viele Hobby-Entomologen erstrebenswert macht.

R. aurota kommt in Südamerika vor, wo er die feucht-warmen Regenwaldregionen bewohnt. Die Elterntiere meiner Raupen-Aufzucht stammen aus der Umgebung von Satipo, Peru.

Ein paar Tage vor dem Schlupf der Raupen färben sich die fast schneeweißen Eier dunkler. Dann sollte man sich auch alsbald auf die Suche nach geeignetem Futter begeben.

Die Raupen lassen sich recht problemlos mit Liguster (Ligustrum) oder Kirschlorbeer (Prunus) ernähren; beide Gehölze sind das nahezu gesamte Jahr hindurch ziemlich gut zu bekommen, wobei sich die Variante "Ligustrum ovalifolium" am besten bewährt hat.

(phot. D. Eckardt)

Liguster (s.o.) ist eine der gebräuchlichsten Futterpflanzen für eine ganze Vielzahl von Saturniden-Raupen.

Die Jungraupen von R. aurota sind, wie viele Saturniiden-Raupen, gesellig und fressen zusammen an einem einzigen Blatt, bis sie sich mit zunehmendem Alter trennen und ausbreiten. Ihre Aufzucht kann wie die von R. jacobaeae erfolgen (Zuchtbericht hier).

(phot. D. Eckardt)

Mit zunehmender Größe der Raupen steigt auch deren Appetit. Bei tropischen Temperaturen um etwa 25-26°C und nahezu 90% Luftfeuchtigkeit geht das Wachstum recht rasch voran:

(phot. D. Eckardt)

Ein Kennzeichen der R. aurota-Raupen ist die grau-weißlich behaarte "Seite" des Körpers:

(phot. D. Eckardt)

Gegen Ende Mai 2003 haben sich die ersten Raupen von aurota eingesponnen. Der Kokon ist etwas heller als der von jacobaeae, wird aber in der gleichen Art und Weise kunstvoll gefertigt:

(phot. D. Eckardt)

Am 27.6.2003 schlüpften über Nacht die ersten zwei Falter, glücklicherweise ein Paar! Oft schlüpfen (bei allen Falterzuchten) die Tiere so unregelmäßig aus den Kokons, dass man gerade aus diesem Grund keine Paarungen erzielt.

(phot. D. Eckardt)