Dirphia avia

(phot. Internet)
Vor kurzem erhielt ich Eier dieser interessanten Saturnide, die von Weibchen aus Venezuela, genauer Carabobo, Umgebung von Bejuma stammen.
Erfreulicherweise ließ der Schlupf der Jungraupen nicht lange auf sich warten. Ich habe die Raupen bei hoher Luftfeuchtigkeit in der bewährten Art und Weise in sog. Heimchendosen schlüpfen lassen (in diesen werden Futterinsekten im Zoohandel verkauft). Die Räupchen bewegen sich anfangs noch typisch in einer langen Prozession, bei der sie stets Kontakt miteinander halten.

(phot. Dirk Eckardt)
Als Futterpflanze in der warmen Jahreszeit nimmt avia sehr gut Buchenlaub an, später im Jahr auch Kirschlorbeer. Auf eine sehr saubere Haltung der Raupen ist zu achten!
D. avia hat mit zunehmender Größe einen wahrlich gesegneten Appetit:

(phot. Dirk Eckardt)
Wie mittlerweile fast schon üblich, bezogen die heranwachsenden Raupen ein Zucht- und Schauterrarium im Amazonashaus des Dortmunder Zoos. Ein Schild mit Hintergrundinformationen für die Besucher vervollständigt das Bild.

(phot. Dirk Eckardt)
Deutlich ist hier erkennbar, dass avia stark ausgeprägte Brennhaare besitzt!
Ein Kontakt sollte in jedem Falle vermieden werden. Daher eignet sich diese Art auch nicht als Einsteiger-Schmetterling oder für Schulprojekte.
Der Besatz mit juckreizerzeugenden Brennhaaren ist eine Abwehrmethode der Raupe gegen allzu aufdringliche Schnäbel, Nasen oder Finger!


(phot. Dirk Eckardt)
Verpuppungsreife Raupen verfärben sich rosa und klettern auf die Erde, denn in dieser findet die Verpuppung statt:


(phot. Dirk Eckardt)
Ein Seidenkokon im Blattwerk wird nicht gesponnen. Allerdings webt die Raupe die aufgegrabene Erde um sich herum zusammen.
Zur besseren Verpuppung bezogen die Raupen eine ca. 15cm hoch mit lockerer Kokosfaser befüllte Plastikbox mit Deckel. Die fertigen Puppen wurden zur Kontrolle abgesammelt:

(phot. Dirk Eckardt)