Automeris banus banus

Der Pfauenaugenspinner Mittelamerikas

(phot. Internet, Kirby Wolfe)

Zu der artenreichen Saturniidengattung Automeris (kommt in Mittel- und Südamerika vor) gehört auch die Art A. banus mit Unterart banus, die u.a. in Costa Rica vorkommt. Dort findet man sie z.B. bei Coto Brus.

Ich selbst fand Exemplare von Automeris im zentralen Hochland Costa Ricas, z.B. am Arenal-Vulkan. Dort waren sie des Abends an Laternen und Lampen der Häuser nicht selten.

Automeris zeichnen sich allesamt durch sehr auffällige Augenflecke auf den Hinterflügeln aus. Die (sehr stachelig-bizarren) Raupen der meisten Arten sind recht problemlos u.a. mit Eiche, Buche, Kirschlorbeer oder Liguster zu ernähren.

Wichtig ist, dass man die Eier von A. banus banus feucht hält, also etwa 1-2 mal am Tag mit temperiertem Wasser besprüht und dafür sorgt, dass nicht allzu viel Wasser verdunstet. Dann schlüpfen die Jungraupen nach etwa 12-14 Tagen.

(phot. D. Eckardt)

Die kleinen Automeris-Raupen sind sehr gesellig (wie bei vielen Saturniiden in der Anfangsphase). Oft kann man sie, ähnlich wie Prozessionsspinner-Raupen, in einer geraden Linie von Ast zu Ast marschieren sehen, wobei der Kopf der folgenden Raupe immer Kontakt mit dem Hinterteil der vorderen Raupe hält.

(phot. D. Eckardt)

Meine A. banus banus nehmen als Futterpflanze Liguster an, häufig verwendet für Falterzuchten. Weitere gute Futterpflanzen sind Eiche, Buche oder Kirschlorbeer. Manche Automeris nehmen ausschließlich Buche oder Eiche an.

Meiner Erfahrung nach wachsen A. banus-Raupen, selbst bei tropischen Klimaverhältnissen (25-26°C, 75-90% Feuchtigkeit), nicht sonderlich schnell. Noch lange Zeit sitzen sie gesellig zusammen:

(phot. D. Eckardt)

(phot. D. Eckardt)

Leider verstarben alle Raupen binnen kurzer Zeit, ohne die Verpuppungsreife zu erreichen.