Heteropteryx dilatata

 

(phot. Dirk Eckardt)

Eines der schwersten Insekten der Welt

Die Riesengespenstschrecke Heteropteryx dilatata ( im englischsprachigen Raum heißt das Tier "Jungle Nymph") stammt aus den Regenwäldern Westmalaysias, Neu Guineas und Sumatras. 

Das erwachsene Weibchen ist eines der schwersten Insekten der Erde; es kann bei 15-17cm Länge über  50g wiegen!

Bei dieser im Regenwaldterrarium und an Brombeer- und Eichen-Futterzweigen recht gut haltbaren Art findet sich ein ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus, d.h. Männchen und Weibchen sehen im geschlechtsreifen Zustand völlig verschieden aus: Das Weibchen ist grasgrün, das Männchen rindenartig braun gefärbt und bis fast zum Hinterleibende mit Flügeln versehen:

(phot. Dirk Eckardt)

Die Riesengespenstschrecke verteidigt sich aktiv bei Bedrohung: Beide Geschlechter besitzen kräftige Dornen an den Beinen, vor allem am hinteren Beinpaar, mit denen sie heftig zuzwicken und blutende Finger zurücklassen können. Dazu bewegen sie das Beinpaar gegeneinander und klemmen den Angreifer so ein. 

(phot. Dirk Eckardt)

H. dilatata ist recht langlebig. Das Weibchen kann im Laufe ihres Lebens bis zu 100 Eier legen, die sie im feuchten Bodengrund mittels des Legestachels versenkt. Alle 2-3 Tage legt sie dabei ein Ei ab.

Dieses Männchen hat gerade seine Häutung zum Erwachsenenstadium vollendet. Es trocknet noch etwas aus, die Flügel sind noch nicht gänzlich entfaltet:

(phot. Dirk Eckardt)

Auch dieses Weibchen ist frisch gehäutet. Man könnte Männchen und Weibchen für verschiedene Spezies halten:

(phot. Dirk Eckardt)

Die Riesengespenstschrecke Heteropteryx dilatata ist in der Tat ein imposantes Insekt, welches zu pflegen sich für den Hobby-Entomologen lohnt:

(phot. Sabine Spieker-Eckardt)

Die von den Weibchen im Bodengrund versenkten Eier sammle ich regelmäßig heraus, um sie unter kontrollierten Bedingungen in einer sogenannten Heimchendose mit feuchtem Torf bei etwa 25-30°C schlüpfen zu lassen:

(phot. Dirk Eckardt)

Stolz ist man dann schon, wenn man das erste nachgezüchtete "Rieseninsekt" in Händen hält:

(phot. Dirk Eckardt)

Das nachfolgende Foto zeigt verschiedene Larvalstadien. Die kleinen Heteropteryx wachsen recht unterschiedlich:

(phot. Dirk Eckardt)