Attacus lorquini

(phot. Internet, Kirby Wolfe)

Der Riese aus Südostasien

Mit einer Flügelspannweite von zwei aneinandergehaltenen Männerhänden sind Falter der Gattung Attacus die größten Schmetterlinge der Welt. Ihre Heimat sind die Regenwälder Südasiens, z.B. auf den Philippinen und in Malaysia. Auf vielen umliegenden Inseln sind charakteristische Populationen entstanden.

Sie benötigen ganz spezielle klimatische Bedingungen für ihre Zucht und die Aufzucht der Raupen, die übrigens aussehen, als wären sie mit Puderzucker eingestäubt. Paarungen gelingen im Insektarium nicht immer und daher sind Importkokons von Attacus auch immer noch die Regel.

Zur Aufzucht der Jungraupen eignen sich in der Startphase die bekannten Plastikterrarien. Attacus lorquini nehmen als Raupenfutter Liguster an, aber auch Flieder oder Kirschlorbeer.

(phot. D. Eckardt)

Ich erhielt bereits über 1cm große Raupen, die sofort nach Ankunft mit frischem Grün versorgt wurden. Der Boden des Aufzuchtbehälters ist mit stets frischem und angefeuchtetem Küchenpapier ausgelegt. Ich platzierte den Kasten mit den Räupchen in die Nähe einer schwachen Lampe, die ein sich darunter befindendes Kleinterrarium mit jungen Pfeilgiftfröschen erwärmt und beleuchtet. So sind halbwegs tropische Bedingungen geschaffen.

(phot. D. Eckardt)

Auch so etwas kann vorkommen: In dieser Zucht starben kurze Zeit später sämtliche Raupen im Stadium, wie es das obige Bild zeigt. Nicht nur bei mir war dies der Fall. Auch Tiere, die ich an einen befreundeten Terrarianer abgab, verstarben allesamt. Eine Ursache hierfür kann leider nicht genannt werden!