Automeris naranja

(phot. Internet)

Ein Augenspinner mit spektakulärer Raupe

Mitte 2006 erhielt ich Eier von Elterntieren, die aus Entre Rios in Argentinien/Südamerika stammten.

Wie gewohnt, schlüpften recht bald nach Ankunft der Eier die kleinen Automeris-Räupchen aus, die, typisch für diese Gattung noch verhältnismäßig lange dicht in einem Pulk zusammen fressen.

(phot. Dirk Eckardt)

Wie bei der Art A. banus ist auch hier das Verhalten des "Kolonne-Laufens" zu beobachten, d.h. die Raupen bilden, immer Kontakt haltend, eine einzige lange Linie der Bewegung.

Automeris-Raupen sind z.B. mit Ligusterblättern zu füttern, nehmen aber auch Eiche oder Buche an. Mit zunehmendem Wachstum sind die Raupen in größere Behälter zu überführen, in die dann ganze Futterzweige gestellt werden. Der Behälterboden ist mit stets feuchtem Küchenpapier auszulegen und mindestens 1x täglich zu besprühen (fein). Automeris benötigt hohe Luftfeuchtigkeit!

Sehr bald schon ändern die Raupen Farbe und Form. Lange Brennhaare stehen irgendwann hoch vom Körper ab. Spätestens jetzt gehört die Raupe (hier etwa 4cm lang) zu den äußerst bizarren Vertretern der Insektenwelt. Bitte unbedingt Vorsicht vor den nesselnden Brennhaaren walten lassen!

(phot. Dirk Eckardt)

Zur Verpuppung spinnen sich die naranja-Raupen in einen seidenen Kokon ein:

(phot. Dirk Eckardt)