Citheronia regalis

(phot. Internet)

Die Saturnide mit der "Teufels-Raupe"

In den USA und dem südlichen Kanada ist diese Art mitunter auch dem Laien wohlbekannt. Die Raupen sind hier und da als sogenannte "Hickory Horned Devil" berühmt. Ihre extreme Größe im Endstadium und die bizarren "Teufelshörner" machen sie unverwechselbar. Den fertigen Falter kennt hingegen dort kaum jemand, es sei denn, die Motte verirrt sich nachts ans Licht.

Ich erhielt Eier von Elterntieren aus New Jersey/USA und Champlain/Kanada.

Die relativ großen und durchsichtigen Eier verrieten schon nach wenigen Tagen einen guten Schlupferfolg. Die sich entwickelnden Raupen sind dann im Ei-Innern zu erkennen! Die Quote lag bei nahezu 100%, jedoch blieben ein paar Räupchen während der ersten Lebenstage leider auf der Strecke. Dennoch ziehe ich derzeit (15.7.06) die stattliche Anzahl von ca. 35 Raupen groß. Sie lassen sich übrigens problemlos mit Liguster füttern!

(phot. Dirk Eckardt)

Die "Teufelshörner" sind schon bei frisch geschlüpften Raupen nicht zu übersehen. Sie dienen der Abwehr von Feinden, werden, bei Berührung, mit einem Schwung des Kopfbereichs nach hinten geworfen. Die Raupen spinnen übrigens recht viel. Daher kann es von Vorteil sein, nicht allzu viele Individuen auf einmal in einem Zuchtbehälter aufzuziehen: Manchmal überspinnen sich die Tiere gegenseitig. 

Sind die Raupen in der Ruhephase, drehen sie den Kopf- und Nackenteil seitlich an den Körper und verweilen so in einer eiförmigen Stellung. Fast könnte man sie so für Vogelkot auf einem Blatt halten.

Die C. regalis-Raupe liebt es, alle paar Tage einen feinen Sprühregen abzubekommen. Aber auch hier gilt: Nicht zu viel und nicht zu stark sprühen!

Füttert man die sehr gefräßigen Raupen gut und hält sie warm, so wachsen sie rasch heran.

Auf dem linken Bild ist eine etwa 70-80mm lange Raupe vor und (rechts) nach der Häutung zu sehen:

(phot. Dirk Eckardt)

Ein ganzer "Baum" voll regalis-Raupen:

(phot. Dirk Eckardt)

In der Endphase ihres Wachstums sind die Raupen tatsächlich ganz enorm groß! Bis zu 12cm sind sie dann lang und erreichen die Dicke eines durchschnittlichen Männerfingers:

(phot. Dirk Eckardt)

Bewegen sich die Raupen viel am Boden und sondern sie zudem noch wässrigen Kot ab, so ist es an der Zeit, sie zur Verpuppung in ein Behältnis mit lockerer Erde (etwa 15cm hoch eingefüllt) zu überführen. Ich benutze zu diesem Zweck einen verschließbaren Eimer, dessen Deckel Löcher zur Belüftung aufweist:

(phot. Dirk Eckardt)

Die Raupen von Citheronia regalis spinnen keinen Kokon, sondern sie verpuppen sich in der Erde!

Nach 2-3 Wochen kann man sie zur besseren Kontrolle vorsichtig heraussuchen und in einen Behälter überführen, den man etwa 5cm hoch mit Erde gefüllt hat. Mit dem Zeigefinger drückt man eine kleine Mulde in die Erdoberfläche und legt die Puppe hinein. Puppen von C. regalis sind verhältnismäßig groß:

(phot. Dirk Eckardt)