Aus meiner (sich ständig erweiternden) Rüstkammer:
Ich stelle einen Ordensritter und Komtur der Templer dar.

Einen kurzen und knappen Überblick über die Geschichte des Templerordens gibt es hier.

Rüstung und Bewaffnung:
Ein Kreuzritter im 12./13. Jahrhundert trug als Schutz für Körper, Kopf und Arme ein Kettenhemd mit Kettenhaube. Ich verfüge über ein unbehandeltes, knielanges, langärmeliges Kettenhemd (mit passender Haube) aus vernieteten Flachringen, die sich, Reihe um Reihe, mit gestanzten Ringen abwechseln.
Die Kettenhaube besaß des weiteren einen nach unten oder seitlich klappbaren Gesichtsschutz aus Kettengeflecht, das mit Leder unterlegte, sogenannte Ventail.
Unter der Kettenhaube wurde eine wattierte Bundhaube getragen.
Über den Leinen- oder Woll-Beinlingen trug man noch Kettenzeug in Form von Kettenbeinlingen.
Weiterhin trug man unter dem Kettenhemd (oder auch anstatt eines solchen) den sogenannten Gambeson, ein dickes, gestepptes und mit Rosshaar oder Stoffresten gepolstertes Gewand, das beim Kampf harte Schläge abfangen sollte.
Dazu gehören noch Schild und Lanze (nicht im Bild, wir verfügen über eine 3m lange Wimpellanze mit entsprechend historischer Spitze).
Ein Einhandschwert wurde in einer hölzernen, mit Leder oder Leinen bezogenen Scheide getragen.
Nachfolgend finden sich weitere Teile meiner "Rüstkammer", die allerdings teilweise auch in andere Epochen gehören:
Wappenschild mit Löwenmotiv (eine frühe Eigenarbeit)
Kampfschild mit Templerkreuz (Umbau eines gekauften "Fertigschildes")
Zweifarbiger Beauceant-Schild der Templer (Eigenarbeit), auch als Schild in der "Mandelform" vorhanden.
Normannenhelm mit Nasal
Kübelhelm in seiner frühen Form mit seitlich offenem Gesichtsschutz
Plattenrüstung, bestehend aus Kragen, Schultern, Arm- und Beinschienen (spätere Epoche)
Ein englischer Langbogen mit passenden Pfeilen
Eine kurze Kriegsaxt
Lederne, mit Lammfell gefütterte Kettenfäustlinge (Selbstbau)
Ein weiteres Paar Kettenfäustlinge aus Leder (Selbstbau)
Ein Paar käuflich erworbene Kettenfäustlinge
- ich baue derzeit an meinen Flachring-Kettenfäustlingen -
Ein Einhandschwert mit gebogener Parierstange (mein "Lieblingsteil", weil leicht und trotzdem stabil. Noch im Besitz befindet sich eines mit gerader Parierstange) und ein Lamellen-Streitkolben (beide Teile stammen aus der Schmiede von Dipl. Ing. J. Krondak und sind von absolut hervorragender Qualität)
Ein kurzes Einhandschwert für Bogenschützen
Ein mittellanges Schwert zu 1 1/2-Hand
Ein Einhandschwert im "Templer-Stil"
Eine leichte Armbrust mit entsprechenden Bolzen
Eine weitere, deutlich schwerere Armbrust
Unser Lager verfügt über ein ca. 5m großes, wurffähiges Trébuchet (oder auch Bliede): Video hier (17 Sekunden, 7,63MB)
Alltags- und Gebrauchsgegenstände & Bekleidung:
Sporen (Repliken nach Funden aus der Zeit des hohen Mittelalters)
Leinen- und Woll-Wappen- oder Waffenrock mit Templerkreuz (vorne)
Leinen- und Woll-Ordensmantel der Templer
Wollene Kutte mit Kapuze als zivile Bekleidung im Ordensalltag
3,5m hohes Rundzelt und großes Vordach (letzteres nicht im Bild) (für die kühlen Lager-Nächte im heiligen Lande) mit vielen Schafsfellen (für das Auslegen des Bodens wurden Felle oder Teppiche benutzt, keinesfalls, wie manchmal in Lagern erkennbar, Stroh! Dieses konnte aber durchaus vor dem Zelt und zwischen Zelten liegen). Ferner haben wir eine komplette Feuerstellen-, Koch- und Essausrüstung!
Weiterhin verfügen wir über ein großes Zweimastzelt.
Holztruhe (in verschiedenen Größen vorhanden) zum Verstauen des Kettenzeugs, der Gewandung usw., übrigens bestens als Sitzgelegenheit mit Schaffell geeignet.
Sakrales (Altar, Kruzifix und Kelch) für Gebet und Andacht
...aufgebauter Altar für das Zelt eines Ordensritters...
Marienfigur für den Altar
Gürtel mit kleinem, schmucklosen Holzkreuz und Ledergürteltasche
Templer-Amulett (zeigt zwei Ritter auf einem Pferd, wohl als Zeichen der Brüderlichkeit oder auch als Sinnbild für die Vereinigung von Mönch und Krieger in einer Person)
Eine aus einem Stück (ohne Nähte) selbstgefilzte Kappe nach zeitgenössischen Abbildungen
Dinge des täglichen Lebens, wie z.B. Wachstafel mit Griffel, Essdorne, Essmesser, Hornlöffel, Tonflasche und Schreibfedern
Ein schlichter Pilgerbeutel aus naturfarbener Wolle (handgenäht) für die Reise. Inhalt dieses Beutels: Holzschale, Hornlöffel, Essmesser, Essdorn und ein schlichtes Tischtuch.
Eine Pilgerflasche, selbst hergestellt aus einem von Zypern mitgebrachten Kalebassen-Kürbis.
Werkzeuge zum Entzünden des Lagerfeuers auf historische Weise: Feuerschläger, Feuerstein, Zunderpilz, Rohrkolbensamen und Kienspan (letzterer war ein stark rußender Ersatz für Kerzen)
Laternen aus Holz und Rohhaut (Rohleder), wie sie auch zur Zeit des Hohen Mittelalters üblich waren.
Steckstuhl (mittlerweile reine Wohnzimmerdekoration; diese Variante wird auf sehr vielen Lagern und Märkten eingesetzt, ist aber eigentlich nicht mittelalterlich, sondern afrikanischen Ursprungs (>Geburtsstuhl)! Dennoch sehr bequem und rückenschonend...)
Ein Stuhl nach historischem Vorbild, zerlegbar und transportabel (Mein "Komtursstuhl")