Rothschildia schreiteriana

(phot. Kirby Wolfe)

Ein Nachtfalter aus Argentinien

In der Gattung Rothschildia befinden sich die herrlichsten "Motten" Mittel- und Südamerikas, die überdies noch relativ einfach zur Nachzucht zu bringen sind. 

Einen kompletten Zuchtbericht für die Art R. jacobaeae finden Sie hier.

Aus der Umgebung von Buenos Aires stammt R. schreiteriana. Ich erhielt Eier von Weibchen, die aus importierten Kokons schlüpften. Erfreulicherweise ließ der Schlupf der jungen Raupen nicht allzu lange auf sich warten. Die Raupen nahmen sofort frische Ligusterblätter als Nahrungspflanze an:

(phot. Dirk Eckardt)

Wie so oft, wachsen die Raupen unterschiedlich schnell. Hier sieht man zwei Raupen, die aus einem Gelege stammen:

(phot. Dirk Eckardt)

Eine prächtige Jungraupe (ca. 30mm lang) an der bevorzugten Futterpflanze, Ligustrum:

(phot. Dirk Eckardt)

Die traumhaft schöne Raupe im älteren Stadium, bald ist sie verpuppungsreif (man beachte die feinen, aber überall verteilten Brennhaare):

(phot. Dirk Eckardt)

Einen derart drastischen Größenunterschied habe ich, wie bereits oben erwähnt, bei meinen Falterzuchten bis dato noch nicht verzeichnen können; schreiteriana scheint sehr variabel zu wachsen:

(phot. Dirk Eckardt)

Gerade die Zucht von schreiteriana sollte peinlichst sauber durchgeführt werden. So liest man es auch immer wieder bei anderen Autoren/Züchtern. Ich gebe täglich so viel Futterlaub in den Zuchtbehälter, wie die Raupen über Nacht wegfressen. Am nächsten Tag wird das Becken (ein großes Plastikterrarium mit Lüftungsdeckel) komplett gereinigt. Durchfallerkrankungen sind bisher bei meinen schreiteriana-Raupen nicht aufgetreten. Unten sieht man die Raupen, während sie auf ihr "frisches Zuhause" warten:

(phot. Dirk Eckardt)

Kokon von R. schreiteriana. Täglich werden diese mit zimmerwarmem Wasser besprüht. Ich halte die Kokons, mit feinen Nadeln am oberen Ende (seitlich der Reuse) aufgespießt, in einer Styroporbox bei etwa 23-25°C. Man sollte stets Platz nach oben gewährleisten, um dem schlüpfenden Falter den Ausstieg zu erleichtern.

(phot. Dirk Eckardt)

Der erste Falter schlüpfte bereits nach wenigen Wochen:

(phot. Dirk Eckardt)

Der Schlupf weiterer Exemplare ließ nicht lange auf sich warten. Jetzt kann man auf eine erfolgreiche Paarung und Eiablage hoffen:

(phot. Dirk Eckardt)