Extatosoma tiaratum

(phot. Dirk Eckardt)
Ein stacheliges Gross-Insekt aus Australien
Immer wieder pflege ich dieses skurrile Geschöpf. Nicht zuletzt auch deswegen, weil Extatosoma tiaratum wirklich kaum Ansprüche an Behältnis und Pflegeaufwand stellt. Die australischen Gespenstschrecken sind zu jeder Jahreszeit mit passenden Futterpflanzen zu versorgen, wobei sie Brombeerlaub, wohl die gängigste Futtersorte für Phasmiden, eindeutig bevorzugen. Im Sommer sind sie mit Eichenlaub gut zu verköstigen.
Die bis zu 15cm langen und sehr stacheligen Insekten machen sich in hohen, luftigen Terrarien am besten.
Täglich sollte man das Futterlaub gut einsprühen, damit die Luftfeuchtigkeit auf etwa 70% steigt und die Tiere auch trinken können.
Erwachsene Weibchen sind sehr dicke Tierchen mit stummeligen Flügeln, während die adulten Männchen schlank und mit flugfähigen Flügeln versehen sind. Auf dem Bild oben sind drei Exemplare sichtbar, das Männchen ist mittig zu erkennen.
Trächtige Weibchen schleudern die Eier regelrecht durch die Luft, nicht selten knallen diese dann an die Scheiben des Terrariums. Die Eier sind etwa 5mm groß, fleckig gemustert und nahezu kugelig. An der Spitze haben sie eine Art Knopfdeckel, der beim Schlupf der Larve abspringt.
Larven sind frischgeschlüpft schwarz bis dunkelbraun und haben rötliche Köpfe. Sie muten wie flinke, kleine Ameisen an, wenn sie rasch über die Blätter laufen. Mit zunehmender Größe ändern die Tiere ihre Farbe, die von beige bis braun, sogar grasgrün reichen kann.

(phot. Dirk Eckardt)